Bradl beendet die Saison mit Bravour

Stefan Bradl, Ersatz für Marc Márquez, überquerte als Siebter die Ziellinie, das beste Ergebnis der Saison, Alex wurde in Portugal Neunter.

Auf der Rennstrecke Autódromo Internacional do Algarve wurde letztes Wochenende zum ersten Mal ein MotoGP Ausgetragen. Es war der letzte Grand Prix dieser Saison voller Verwirrung und Überraschungen, die durch die globale Pandemie verzögert und verkürzt wurde. Den portugiesischen Grand Prix nutzte Stefan Brandl dazu, seinen Wert auf der Rennstrecke zu beweisen. Mit dem starken Willen startete der deutsche Fahrer das Rennen und überquerte als Sechster die Ziellinie. Damit konnte er beim letzten Rennen der Saison noch sein bestes Ergebnis seit der auf die RC213V aufgestiegen ist. Álex Márquez verbesserte sich nach und nach und landete auf dem neunten Platz. Somit sind beide Honda Fahrer in den Top10 dieses wirklich seltsamen Rennens gelandet.

 

Der Grand Prix von Portugal war bis zu dem letzten Wochenende nicht Teil des MotoGP-Kalenders. Die Rennstrecke war daher den meisten Fahrern (aller Kategorien) unbekannt. Die große Ausnahme war der MotoGP Sieger: Miguel Oliveira. Für ihn war es einfacher und er nutzte diesen Vorteil aus. Für alle anderen lautete die Devise, sich Runde für Runde an die Strecke zu gewöhnen und sich auch stetig zu verbessern, ohne zu viel zu riskieren. Für Stefan Bradl, der in dieser Saison der Ersatzmann für Marc Márquez war, war es ein Schlüsselwochenende. Die Rennstrecke hatte es in sich, für Brandl war es eine ziemliche Herausforderung. Die Jahrelange Erfahrung war der Schlüssel zu seiner schnellen Anpassung an das Autódromo Internacional do Algarve. Er qualifizierte sich im Q2 als Sechster, eine Position, die er ihn dieser Saison noch nicht erreicht hatte, bis er es am Samstag schaffte. Álex Márquez musste sich mit dem sechzehnten Startplatz begnügen, eine Postion die er mit Motivation am Sonntag verbessern wird.

 

Es ist der letzte Renntag der Saison gewesen. Die Emotionen saßen bei allen knapp unter der Haut. Einige Fahrer verabschiedeten sich vom Rennteam, ander wiederrum wechselten das Team aber alle wollten Sie beim letzten Rennen 2020 dabei sein. Der Grand Prix von Portugal, die letzte Chance für viele zu zeigen was man kann. Bradl startete von der sechsten Position und kämpfte mit der Raffinesse und Gelassenheit, die ihn auszeichnet, ohne seine Postition zu gefährden. Márquez hingegen gewann mit jeder Runde an Selbstvertrauen, und das Comeback zeigte sich nach und nach. Wenn auch die Fans auf den Tribünen fehlten, so fehlten sie sicher nicht vor dem Fernsehern. Das Autodromo hat sich als sehr unterhaltsame und eindrucksvolle Strecke herausgestellt, mit Bildern, die allen Fans in Erinnerung bleiben werden.

 

Die Ausdauer zahlte sich aus, und Stefan Bradl überquerte seine letzte Ziellinie (von diesem Jahr 2020) auf dem siebten Platz. Es ist das beste Ergebnis für den Deutschen und kommt in diesem süßen Moment, als Sahnehäubchen für seine Zeit im Repsol Honda Team. Márquez erholte sich und wurde Neunter im GP von Portugal. Er konnte den Titel als Rookie des Jahres nicht gewinnen, aber seine Entwicklung ist makellos, mit großartigen Momenten für das Team. Jetzt beginnt die Vorbereitung auf die nächste Saison, ein Projekt, das die Mannschaft bald entdecken wird.

 

Forward Racing lernt weiter

Die Moto2-Saison war für die MV Agusta Forward Racing-Fahrer, die Mitte des Jahres ihre Bestzeit fuhren, eine Zeit voller Höhen und Tiefen. Manzi eroberte beim letzten GP von Valencia eine sehr schwierige Pole und kam ermutigt in Portimao an. Der Italiener hatte einen sehr guten Start, aber es war schwierig für ihn, auf einer für ihn völlig neuen Strecke mitzuhalten. Schlussendlich kam er als Neunzehnter ins Ziel. Auch Simone Corsi hatte nicht viel Glück und musste drei Runden vor Schluss aufgeben.

 

Das Projekt MV Agusta Forward Racing geht weiter, und die Rückkehr von Lorenzo Baldassarri wird auf der Rennstrecke von Jerez de la Frontera schon sehnlichst erwartet. Ab Donnerstag wird er im F2 starten. Keine Woche Pause gibt es für das italienisch-schweizerische Team, das nächstes Jahr, wenn es zum dritten Mal in Folge in der Saison des F2 antritt, stärker denn je sein will.