Rea verliert Führung in Montmeló

Jonathan Rea hatte zusammen mit dem Kawasaki Racing Team einen perfekten Samstag. Mit einem Sieg im ersten Rennen und damit die Super Pole für das nächste Rennen. Er bleibt auf der Spitzenposition der Meisterschaft.

Das Rennen dieses WorldSBK Wochenendes, spielte sich in der Heimat des Kawasaki Racing Teams ab. Die Rennstrecke von Barcelona-Catalunya in Montmeló wurde Schauplatz dieses merkwürdigen aber doch sehr unterhaltsamen Rennens des Jahres 2020. Zwischen dem freien Training und dem Qualifying wechselte das Wetter von trockenem Asphalt am Vormittag zu dem schon erwarteten Regen am Nachmittag. Glücklicherweise waren Rea und sein Team in der Lage, am Bremssystem zu arbeiten, um die notwendige Balance zu finden. Der spanische Fahrer war am Nachmittag auf der rutschigen Strecke der schnellste. Lowes kam von seinen gesundheitlichen Problemen erholt in der schon vertrauten Rennstrecke an, musste sich aber im freien Training mit dem 14. Platz begnügen. Dies half ihm, sein Motorrad bei Regenwetter und Wind besser kennenzulernen.

Auch in den frühen Morgenstunden des Samstags wurde das Wetter nicht besser und erschwerte den Rennfahrern die Vorbereitungen und Rennen. Trotzdem schafften Rea und Lowes es auf die Plätze eins und sieben im FP3. Die Fahrer des Kawasaki Racing Team gaben in der Qualifikationsrunde alles, und Rea lag 2,62 Sekunden vor Scott Redding. Alex fühlte sich mit dem Heck nicht ganz wohl, kämpfte aber tapfer weiter um einen Platz in den Top Ten.

Die Tissot Superpole verlief sehr ähnlich ab. Rea erzielte hierbei seinen vierten Erfolg in Folge und seinen 27. Karrieresieg. Dies macht ihn zum drittbesten Fahrer in der Geschichte der WorldSBK. Ein Meilenstein, doch wir hoffen, dass er sich entwickeln wird und noch mehr Meilensteine setzen kann. Lowes wurde Achter im Sprintrennen, wodurch er sich eine Position für den Start für das lange Rennen in Katalonien sichern konnte.

Als es Zeit für das richtige Rennen wurde, hatte die Sonne die Strecke von Montmeló mit ihren warmen Strahlen abgetrocknet. Das Tempo der Rennfahrer nahm zu und Rea fühlte sich am Steuer seiner Ninja ZX-10RRR sehr wohl. Er war schon so geübt mit seiner Kawasaki, dass er das Rennen bis ins Ziel anführte. Darüber hinaus stellte der Fahrer einen neuen Rundenrekord und seinen neunten Sieg im Jahr 2020 auf. Man konnte seine Freude am Ende des Samstags spüren, als er die Fragen der Presse beantwortete. So erklärte Jonathan Rea: „Es war sehr gut, hier zu gewinnen. Ich war in diesem Rennen sehr motiviert. Es ist das Heimrennen meines Teams, und Ana Carrasco konnte in der WorldSSP300 nicht hier sein, also war dieser Sieg für sie und auch für meinen Großvater, denn heute jährt sich sein 27. Ich nutzte dies, um mir Kraft für das Rennen zu geben, niemals auszuruhen und niemals aufzugeben.“

Am Sonntag verhielten sich die Fahrer anders als am Vortag. Während die Rennpiloten am Samstag noch strahlten, konnten Sie am Sonntag nicht ganz das Gefühl des Rennens vermitteln. Seit den frühen Morgenstunden kämpfte Rea mit dem erfolgreichen Van der Mark um den ersten Platz. Zum Schluss überquerte der Kawaski Fahrer als Zweiter die erste Flagge des Tages, gefolgt von Loris Baz. Lowes beendete den Testdurchlauf auf dem siebten Platz. Ein für Lowes sehr unzufriedenes Ergebnis, da es dem Ergebnis vom Vortag doch sehr gleicht. Das Rennen wurde für Rea komplizierter als gedacht. Er fuhr am Ende als vierter ins Ziel. Dadurch wurde seine Gesamtwertung jedoch nicht beeinflusst. Er bleibt der führende Fahrer im WorldSBK 2020 und wird als solcher bei der kommenden französischen Pirelli-Runde vom 2. bis 4. Oktober in Nevers Magny-Cours (Frankreich) vorgestellt.

 

Gute Erholug, Ana Carrasco

Rea trug am Samstag ein ganz besonderes Hemd. Darauf stand "Ride like a Girl" zu Ehren der Pilotin Ana Carrasco, die beim Training in Estoril einen schweren Sturz erlitt. Die Spanierin musste zweimal am Rücken operiert werden, wegen des Bruchs der Brustwirbelsäule, der vom Sturz herrührte. Wir von Puig möchten ihr die ganze Unterstützung und Stärke unseres Teams zukommen lassen. Wir hoffen, auf eine gute Erholung und dass wir sie schon bald wieder auf einem Motorrad sehen werden!